Stargate: 24 [FSK 16]

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Brunklord
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Stargate: 24 [FSK 16]

Beitrag von Brunklord » Fr 1. Okt 2010, 16:03

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Die einzelnen Stunden werden alle drei Tage gepostet, bis zum derzeitigen Endstand.
Viel Spaß beim Lesen.


*****

Die folgenden Ereignisse finden zwischen 3.00 und 4.00 Uhr morgens statt.

Los Angeles, 3.00

Es war ein tiefer und traumloser Schlaf, aus dem er vom Klingeln seines Handys gerissen wurde. Trotz der herrschenden Dunkelheit griff er zielsicher zu dem kleinen Telefon auf seinem Nachttisch.

"Jack Bauer.", meldete er sich.

"Jack, hier ist Bill Buchannon. Wir haben einen Einsatz für sie."

Er war sofort hellwach. Diese Nachricht hatte eine bessere Wirkung als eine Kanne des stärksten Kaffees, den er kannte. Jack war froh endlich etwas zu tun zu kriegen. Nach den Ereignissen um die Kofferbomben und Abu Fayed, in die seine Familie verstrickt gewesen war, hatte er geglaubt nie wieder arbeiten zu können.
Man hatte ihm zwar einen Posten bei der CTU gegeben, aber als Agent für besondere Fälle. Das hieß im Normalfall nix anderes als, du kannst zuhause bleiben und vielleicht rufen wir dich irgendwann an, wenn wir dir wieder vertrauen.

"Ich höre, Bill."

Klang das Aufatmens des Leiters der CTU etwa erleichtert?

"Wir haben eindeutige Hinweise darauf das eine uns bisher unbekannte Terrororganisation heute, am Venice Beach Airport, eine Waffenlieferung erhält. Sie sollen vor Ort die Leitung des Einsatzes übernehmen."

Jack stand in Jeans und war gerade dabei sich ein Shirt anzuziehen, als er antwortete.

"Verstanden. Ich bin auf dem Weg."

"Ein Wagen ist auf dem Weg zu ihrem Haus und dürfte jeden Moment eintreffen. Der Fahrer hat Anweisung sie zum Einsatzort zu bringen."

Bauer überprüfte seine Waffe und spähte durch die Gardine aus dem Fenster. Ein dunkler Ford Caravan hielt in diesem Moment am Bordstein vor seinem Haus.

"Der Wagen ist da. Ich melde mich, wenn ich vor Ort bin."

"Viel Glück, Jack."

"Danke, Bill."

Er legte auf und ging zu dem wartenden Wagen.

-----



Los Angeles, Venice Beach Airport, 3.10 Uhr

Kaum das der Wagen am Flughafen hielt, stieg Jack Bauer schon aus und lief dem bisher Verantwortlichen entgegen.

"Agent Bauer?", fragte der in Kampfmontur gekleidete Agent.

Er nickte nur und griff zu dem Telefon. Während er wählte sah er den Mann mit dem Namen Heffernan an.

"Bringen sie mir einen Bauplan des Gebäudes."

"Verstanden, Sir."

Am Telefon knackte es in der Leitung.

"Buchannon."

"Bill, hier ist Jack. Ich bin jetzt vor Ort."

Agent Heffernan gab ihm ein PDA mit dem Bauplan des Gebäudes. Jack studierte es, während er zuhörte.

"Sehr gut, Jack. Ein uns bisher unbekannte Organisation namens TRUST soll in dem Gebäude eine Waffenlieferung erhalten. Laut den Satellitendaten befinden sich 6 Personen in dem Gebäude. Chloe überspielt ihnen die Daten gerade auf ihr PDA."

Jack korrigierte die Einstellung auf "Empfangen" und über den Bauplan legte sich ein Lageplan, in dem 6 leuchtende Punkte die Position der Terroristen markierten.

"Von wem haben wir diese Informationen?", fragte Bauer.

"Von einem unserer Undercoveragents, der durch Zufall auf diese Transaktion gestoßen ist."

"Ist die Quelle vertrauenswürdig?"

"100%ig."

"Verstanden.", dann legte er auf und rief Agent Heffernan zu sich.

Er deutete auf verschiedene Punkte des Plans.
"Ihre Leute sollen sich dort positionieren. Zugriff in 2 Minuten."

"Ja, Sir."
Agent Heffernan griff an den Sendeschalter seines Funks und gab seiner Einheit die Instruktionen durch

Los Angeles, Venice Beach Airport, Lagerhalle, 03.12 Uhr

Thomas Gibbson war ein professioneller Waffenhändler und hatte schon mit allerhand Abschaum zu tun gehabt, von Saddam bis Bin Laden hatte er sie alle beliefert und eine Menge Kohle gemacht, doch keiner dieser Männer hatte jemals diese Gänsehaut verursacht wie der Typ, der gerade vor ihm stand.

Er wirkte aalglatt und irgendwie schmierig. Die Haare waren dunkel und kurz geschnitten, ein Kinnbart umrahmte seine untere Gesichtshälfte, aber am absonderlichsten fand Gibson die Leibwächter des Mannes. Sie hatten alle diesselbe Tätowierung auf der Stirn.

Ihm wurde mulmig zumute, als sein Gegenüber ein Grinsen aufsetzte. nachdem er die Kisten inspiziert hatte.
Gibbson wollte nur hier weg, schnell die Kohle kassieren und raus aus dieser miefigen Lagerhalle.

Sein Auftrag lautete diesem Mann 1000 Raketenwerfer zu liefern, samt Munition, die ausgereicht hätte sämtliche Kampfjets dieses Planeten vom Himmel zu holen. Zusätzlich hatte er ihm 2000 P90 Maschinengewehre, selbstredend auch mit Munition geliefert. Aber das, worauf es wirklich ankam, waren die 2 Kilo Plutonium, dessen Organisation ihm einige Mühe gekostet hatte.

Einen Punkt auf seiner Liste hatte er sofort gestrichen. Ein Material namens Naquadah. Davon hatte er nie etwas gehört und wusste auch nicht woher er es bekommen sollte.
Trotz allem schien sein Gegenüber zufrieden zu sein.

"Kommen wir nun zu den Formalitäten, Mr. Gibbson."
Der Mann zog ein kleine silberne Kugel aus seiner Jackettasche, die aufleuchtete nachdem er sie berührt hatte. Ein weibliches Gesicht erschien darauf. Das musste wohl ein Designer Bildhandy sein oder sowas, dachte er.

"Tanja, du kannst das Geld für unseren Freund überweisen." Er wandte sich sich Gibbson zu. "Haben sie die Bankdaten?"

Automatisch leierte er seine Kontoverbindung in die Schweiz herunter.

"Das Geld wurde transferiert, Mr. Gibbson."

Das war das Zeichen für ihn selber zum Telefon zu greifen und sich die Buchung bestätigen zu lassen.
Das war der Vorteil der Schweizer, ihre Banken hatten rund um die Uhr offen.
Thomas konnte sich ein erleichtertes Lächeln nicht verkneifen, als er die Summe hörte.
Dieser Deal hatte ihm 10 Millonen Dollar gebracht.

Gibbson drehte sich um und wollte gerade gehen, als die Hölle losbrach. Explosionen und Schreie vermischten sich mit dem Geräusch von Pistolen und Maschinengewehren. Blaue Blitze zuckten an ihm vorbei, den hereinstürmenden Ordnungsmächten entgegen.
Er legte sich flach auf den Boden um nicht das Opfer einer herumirrenden Kugel zu werden.

Jack stürmte an der Seite des Tactical Teams durch das Haupttor der Lagerhalle. Mit erhobener 9mm sicherte er die Umgebung.
Er ging in Deckung als etwas, das aussah wie ein blauer Blitz an ihm vorbeischoss.

"Lassen sie die Waffen fallen, CTU!!!!! Ergeben sie sich!!!"
Das kann ich mir eigentlich sparen, dachte er so bei sich, die ergeben sich eh nie.

Jack atmete einmal tief durch und stürmte weiter vor. Er musste mehreren dieser blauen Blitze ausweichen. Aus den Augenwinkeln sah, das die Agents die davon getroffen wurden zu Boden sanken. Bewusstlos oder tot, wusste er in diesem Moment nicht zu sagen.

Bauer suchte sich Deckung hinter einer Stützstrebe und lugte vorsichtig herum. Einer der Männer hatte sich auf den Boden geworfen und rührte sich nicht. Zwei weitere schützten einen dritten, das musste wohl der Boss sein.

Er zielte und traf einen der Leibwächter genau zwischen die Augen.

"Jaffa!!! Kre!!!", schrie der Chef seinen übrig gebliebenden Leibwächter an, woraufhin der sich in Jacks Richtung wandte.

Einer der Einsatzleute kam Bauer zuvor und tötete ihn mit einer Salve seines Maschinengewehrs.
Seines menschlichen Schutzwalls beraubt und in Anbetracht des Tac- Teams das ihn umringte ergab sich der Boss.
Es war Agent Heffernan der ihm die Handschellen anlegte.

"Gebäude gesichert, Agent Bauer."

"Gute Arbeit. Bringen sie den Mann umgehend zur CTU zum Verhör."

Der Mann nickte nur und stieß den Unbekannten Richtung Ausgang.

New York, 03.23, Westküstenzeit

Er war über die neuesten Berichte seiner Informanten gebeugt, als eine Frau mit schulterlangen blonden Haaren, sein Büro betrat.

"Was gibt es, Tanja?"
Sein Blick musterte kurz ihre weiblichen Kurven.

"Die Deals in Seattle, Vancouver, Paris, Berlin und Canberra sind glatt über die Bühne gegangen."

Ein selbstgefälliges Grinsen schlich sich auf sein Gesicht. Dieses Grinsen hatte er auch früher immer aufgesetzt, wenn er seine Gefangenen gefoltert hatte. Erinnerungen an die Folter von Jack O´Neill stiegen vor seinem inneren Auge auf und er gab sich diesem Genuss einen kurzen Moment hin. Er hätte diesen Menschen damals töten sollen. Dann wäre er immer noch ein Gott für die Jaffa und müsste sein Leben nicht auf dem Planeten seiner ärgsten Feinde fristen.
Auch wenn es ein profitables Leben war.

"Mein Lord Ba´al, es gab aber Probleme in Los Angeles. Die örtliche CTU muss Wind von dem Handel bekommen haben und hat die Lagerhalle gestürmt. Die Jaffa getötet und den Waffenhändler festgenommen."

Vorbei war die gute Laune. Wut und Hass brachten seine Augen zum Glühen.
"Was ist mit Klorel?"

"Ebenfalls festgenommen, mein Gebieter."

Seine Fäuste donnerten auf die Tischplatte seines Schreibtisches..

"Wer? WER ist dafür verantwortlich?"

"Den Spion in unseren Reihen konnten wir noch nicht ausfindig machen und die Aktion am Airport hat ein Agent namens Jack Bauer geleitet."

Bauer, diesen Namen kannte er. Dieser Mann hatte schon früher Aktionen des Trust gestört, ohne es zu wissen, bevor er die Macht über diese Organisation übernommen hatte.

Langsam erhob sich Ba´al aus seinem Stuhl, sah seiner Assistentin in die Augen und sagte dann mit der Stimme seines Goa´ulds,

"Findet und tötet Jack Bauer!!!"

-----

Los Angeles, CTU, 03.33

Es war wie das Gefühl nach Hause zu kommen. Er liebte und hasste diesen Ort gleichzeitig. Hier hatte er seine Frau und einige seiner besten Freunde verloren. Hier war er "gestorben", als er untertauchen musste.
Die Blicke der anwesenden Agenten musterten ihn immer mit den unterschiedlichsten Ausdrücken, Verwunderung, Bewunderung aber auch Abscheu.
Es kursierte sogar die Meinung, das man sich am besten beurlauben sollte, sobald Jack Bauer das Gebäude betrat, dann könnte man die Sache lebend überstehen.

Aber all das interessierte ihn im Moment nicht. Er hatte einen Job und den musste er erledigen.

Bill kam auf ihn zu und reichte ihm die Hand.

"Freut mich sie wiederzusehen, Jack. Der Gefangene ist bereits im Verhörraum 2. Agent Daniels leitet das Verhör, konnte bisher jedoch nichts erfahren."

Jack nahm den Leiter der CTU zur Seite.
"Bill,können wir einen Moment ungestört reden?"

Buchannon sah ihn etwas misstrauisch an und deutete dann in Richtung seines Büros.
Gemeinsam gingen sie die Treppe rauf und Bill verschloß die Tür hinter sich.

"Was ist denn los, Jack?"

"Ich hab ein ganz mieses Gefühl bei der Sache. Die Waffen die diese Leibwächter benutzt haben sind mir vollkommen unbekannt und wieso haben wir noch nie von diesem Trust gehört? Bei der Größenordnung der Waffenlieferung sind die schon länger im Geschäft. Nicht zu vergessen diese Sprache in die der Gefangene geredet hat."

Bill setzte sich auf seinen Stuhl, legte die Ellenbogen auf die Tischplatte und faltete seine Hände zu einem Dreieck. Über die Spitze dieses Dreiecks, sah er Bauer direkt in die Augen.

"Das kann ich ihnen nicht beantworten, Jack. Ich weiss..."

Was auch immer Buchannon noch sagen wollte, es wurde vom Klingeln seines Telefons unterbrochen.

"Buchannon."

"Bill, hier spricht Wayne Palmer."

Mit einem überraschten Gesichtsausdruck begrüßte er den Präsidenten der USA.

"Sind sie alleine, Bill?"

"Nein, Mr. Präsident, außer mir ist noch Jack Bauer im Raum."

"Stellen sie mich bitte auf Lautsprecher."

Bill drückte die entsprechende Taste des Telefons und legte den nun überflüssigen Hörer daneben.

"Hallo Jack, schön das sie wieder aktiv sind? Wie gehts es ihnen?"

Jack wirkte ebenso überrascht wie Bill.
"Den Umständen entsprechend gut, Mr. Präsident."

"Das freut mich zu hören. Folgendes, das Verhör des Gefangenen wird umgehend eingestellt. Eine Spezialabteilung wird sich seiner in Kürze annehmen. Alle Beweismittel in diesem Fall sind ohne Ausnahme dieser Abteilung zu übergeben."

Jack stemmte die Fäuste auf den Tisch.
"Mr. Präsident, darf ich fragen warum?"

"Sie dürfen, Jack, aber ich werde ihnen keine Antwort geben. Die verantwortlichen Agenten dieser Abteilung, werden bis spätestens 04.15 eingetroffen sein. Danke für ihre Mühe. Einen schönen Morgen noch."

Mit diesen Worten legte der Präsident auf und ließ die beiden Männer mit offenen Fragen stehen.

Jack stürmte aus dem Büro.
"Wo wollen sie hin, Jack?"

"In Verhörraum 2, ich will wissen was das soll!!!"

"Jack, Nein!!!"

Doch es war schon zu spät. Bauer war bereits die Treppe runter und lief in Richtung Verhörräume.

Noch ehe Bill die Sicherheit verständigen konnte hatte Jack die Tür zu dem Raum aufgerissen, Agent Daniels rausgedrängt und stand nun vor dem Gefangenen. Dieser sah ihn mit einem verächtlichen Lächeln direkt ins Gesicht.

"Was willst du?"

"Du sagst mir alles über deine Organisation."

"Du kannst mir nicht drohen, Mensch."

Jack riss seinen rechten Arm hoch und presste dem Gefangenen die Kehle zu. Er brachte sein Gesicht direkt an das des Gefangenen.

"Wer bist du? Was wolltet ihr mit dem Plutonium?"

Die Augen des Mannes fingen an zu glühen und mit einer verzerrten Stimme spie er ihm die Antwort entgegen.

"Meine Name ist Klorel und du kannst mir keine Angst einjagen, MENSCH!"

Das letzte Wort schrie er verächtlich und abstoßend hinaus.

Jack verließ den Raum und lehnte sich draußen neben der Tür an die Wand.
Bill kam angerannt und stellte sich ihm direkt gegenüber.

"Was sollte das, Jack?"

Bauer erzählte ihm kurz, was in dem Raum vorgefallen war, auch das mit den glühenden Augen ließ er nicht aus.

"Hier ist irgendetwas ganz faul und ich werde herausfinden was, mit oder ohne ihre Hilfe, Bill."

Jack wandte sich ab und ging.

Cheyenne Mountain, Colorado, 03.45 Westküstenzeit

Ein herzhaftes Gähnen von sich gebend, streckte Lt. Colonel Cameron Mitchell die Arme aus. Er hatte keine Ahnung warum man ihn in aller Herrgottsfrühe aus dem Bett geschmissen hatte, vor allem da heute sein freier Tag war.
Teal´c war seinen Sohn und dessen Frau besuchen. Daniel war mit dem letzten Jumper über die Gatebrücke Richtung Atlantis geflogen und würde vor dem Wochenende nicht zurückkommen. Man hatte dort alte Antikerruinen entdeckt und die Hilfe Jacksons bei der Übersetzung angefordert und Carter nutzte ihre Freizeit und war Cassandra Frasier auf dem College besuchen.

Bevor er sich auf den Weg in Landrys Büro machte, genehmigte er sich einen Umweg über die Kantine um sich einen Kaffee zu holen, so viel Zeit musste sein. Der General besaß zwar eine eigene Maschine in seinem Büro, aber er kochte fürchterlichen Kaffee, da zog Mitchell das Gebräu aus der Kantine vor.

Mit dem dampfenden Becher ging er durch die Kommandozentrale, am Wählcomputer saß Walter, der eine Standardüberprüfung laufen ließ. Hatte dieser Mann denn nie Feierabend? Jedesmal wenn Cameron hier war saß Walter auf diesem Stuhl. Insgeheim vermutete er, das dieser Stuhl mit dem Hintern des Sergeants verwachsen war.

"Mitchell!!! Kommen sie sofort nach oben.!!"
Das war Landrys fordernde Stimme. Er beeilte sich die Stufen zum Besprechungsraum hochzulaufen.

"Guten Morgen, Sir.", begrüßte er den Kommandanten des SGC.

"Wir haben keine Zeit für Höflichkeitsfloskeln. Sie werden umgehend nach L.A. gebracht."

"In die Stadt der Engel? Warum?", fragte er, während er sich setzte.

"Wir haben soeben eine Nachricht von Agent Barrett bekommen. So wie es aussieht hat die örtliche CTU einen Goa´uld bei einer Waffenlieferung festgenommen. Sie sollen dabei behilflich sein die Identität des Gefangenen festzustellen und bei der Überführung ins NID Hauptquartier behilflich sein."

Der Colonel verschluckte sich an dem Kaffee.
"Einen Schlangenkopf? Ba´al` oder einen seiner Klone? Steckt der Trust dahinter?" Dann erst kam ihm der letzte Teil des Befehls in den Sinn. " Können die das nicht alleine? Eigentlich hab ich heute frei."

Landry sah in durchdringend an.
"Betrachten sie es eine Geste guten Willens, dem NID gegenüber. Sie werden in spätestens 10 Minuten vor dem Gebäude erwartet."

"10 Minuten?"

"Genug Zeit sich in Zivil zu schmeissen. Das ist die Gelegenheit den Transportstrahl der THOR, unserer neuen 304 zu testen. Weggetreten."
Der General stand auf und ging in sein Büro zurück.

Einen Moment lang stand Cameron noch alleine da, bevor er sich auf den Weg in die Umkleidekabine machte.
Das war es wohl mit meinem freien Tag, dachte er.

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Los Angeles, CTU, 03.59

Zwei in dunkle Anzüge gekleidete Männer standen etwas Abseits des Eingangs der CTU, einer der beiden Männer aktivierte ein Gerät das die Videokamera in diesem Bereich störte, kurz darauf erstrahlte ein weißes Leuchten und die Umrisse eines Mannes schälten sich aus dem Licht heraus.
Die Männer wirkten nicht sonderlich beeindruckt davon und musterten den Neuling in ihren Reihen.

"Colonel Mitchell?", fragte der Linke der beiden.

"Der einzig wahre und sie sind?"

"NID Agents Jones und Lewis. Folgen sie uns bitte." Mit den letzten Worten deaktiverte der Agent das Störgerät und die Kamera nahm ihre Tätigkeit wieder auf.

Cameron nannte die beiden für sich Tom und Jerry, passend zu den Nachnamen und ein leichtes Lächeln stahl sich über seine Lippen.
"Wo ist Agent Barrett?"

"Er wurde aufgehalten und bittet sie, bis zu seiner Ankunft die Aktion zu übernehmen."

Auch nicht schlecht, dachte Cam. Zwei NIDs die Sitz machen, wenn ich den Befehl gebe.

"Dann mal an die Arbeit, Jungs."
Zu dritt marschierten sie ins Innere des Gebäudes.
"Wir sind alle Menschen dieses Planeten, egal, welche Religion, Hautfarbe und Herkunft wir aufweisen!"
Perry Rhodan, Neo Band 2

Brunklord
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Re: Stargate: 24 [FSK 16]

Beitrag von Brunklord » Mo 4. Okt 2010, 12:06

Die folgenden Ereignisse finden zwischen 04.00 und 05.00 morgens statt.

Los Angeles, CTU, 04.00

Jack Bauer unterschrieb gerade den Einsatzbericht, als ihm die drei Männer ins Auge fielen, die gerade das Großraumbüro betraten.
Das Gespann passte nicht zusammen. Die beiden Männer in Anzüge, die locker im nächsten MIB Film mitspielen könnten und ein Mann in Zivil der Bill gerade seinen Ausweis zeigte.
Er verfolgte die Männer mit seinen Blicken und als sie durch die Tür Richtung Verhörräume verschwanden stand er auf und ging zu Chloe.

"Chloe, du musst mir helfen."

"Ich kann nicht Jack, ich habe zu tun.", sie sah ihn nicht dabei an und starrte direkt auf ihren Monitor.

"Bitte Chloe, es ist wichtig."
"Was willst du?"

"Die drei Männer, die gerade angekommen sind, wer ist das?"

Sie schüttelte kurz den Kopf, machte sich aber trotzdem an die Arbeit.
Wenige Sekunden später hatte sie die Namen auf dem Schirm.

"Lieutenant Colonel Cameron Mitchell, USAF, das ist der Mann in Zivil. Hier steht nicht welcher Abteilung er angehört, nur das er die höchste Sicherheitsstufe besitzt. Die beiden anderen sind die NID-Agents Lewis und Jones."

"NID? So weit ich informiert sind die für die Überwachung geheimer Regierungsprojekte verantwortlich? Mitchell? Den Namen kenne ich. Check seine Vergangenheit."
Jack machte sich gerade auf den Weg, als er nochmal von Chloe aufgehalten wurde.

"Verdammt, wieso musst du das immer tun?"

"Tu es einfach, ok, bitte!"
Dann wandte er sich um und ging ebenfalls zu den Verhörräumen.

In dem Gang zu den Räumen kamen ihm die Männer entgegen. Sie hatten den Gefangenen in Hand und Fussfesseln gesteckt und ihm Knebel und Sack verpasst. So konnte er weder ein Wort sagen noch sehen wohin es geht.

Bauer stellte sich ihnen in den Weg.
"Wo bringen sie den Mann hin?"

Der Mann, der sich Colonel Mitchell nannte, musterte ihn von oben bis unten.
"Guten Morgen und sie sind?"

"CTU- Agent Jack Bauer."

"Dann muss ich wohl mehr oder weniger ihnen danken, das sie diesen Mann gefunden haben. Er ist ein Hochverräter und wird schon lange von uns gesucht." Das war die Legende die man Mitchell für den Gefangenen mitgegeben hatte.

Jack senkte kurz den Kopf nur um dann noch entschlossener dem Colonel ins Gesicht zu sehen.
"Kann ich kurz einen Moment mit ihnen alleine reden?"

Cam zuckte mit den Schultern.
"Ich wüsste zwar nicht wieso, aber gerne."

Kaum das sie die nächste Gangbiegung erreicht hatten, wurde Mitchell von Jack an die Wand gedrückt.
"Hören sie mir gut zu, diesen Scheiss können sie jemand anderem erzählen. Wer oder was ist dieser Kerl wirklich? Wieso glühten seine Augen? Ich will es wissen!!!!"

Colonel Mitchell sah ihm direkt in die Augen.
"Glauben sie mir, Agent Bauer, es ist besser wenn sie es nicht wissen. Es würde ihr ganzes schönes Weltbild zerstören. Kann ich jetzt wieder gehen?"

Bauer ließ von ihm ab und sah ihm hinterher. Die Jacke des Airforce Offiziers wallte kurz auf und er konnte dieselbe Waffe erkennen, die auch die Leibwächter benutzt hatten.
Verdammt was war hier los?, dachte er sich.

04.05

"Hast du was gefunden Chloe?"

Sie erschreckte leicht, als Jack von hinten an sie rangetreten war.

"Lieutenant Colonel Cameron Mitchell. Das einzige was ich finden konnte sind Einsätze bis 2002, ab da ist nichts mehr in seiner Akte vermerkt, außer das er im aktiven Dienst. Du kennst den Namen aus Jugoslawien."

"Drazen."

"Ja. Er war damals Lieutenant und gehörte zu der Spezialeinheit die dich und dein Team rausgeflogen hat."

"Sonst konntest du nichts finden?"

"Doch. 2004 war er für mehrere Monate als krank verzeichnet. Das war kurz nach dieser angeblichen Raumschlacht die in der Antarktis stattgefunden haben soll, laut den Aussagen von Alec Colson."

Jack überlegte kurz.
"Colson Beweise wurde doch widerlegt."

Los Angeles, 2 Blocks von der CTU entfernt, 4.07

Verdammt, warum musste er ausgerechnet heute dauernd aufgehalten werden. Agent Barrett fluchte innerlich. Erst der Telefonanruf des Präsidenten und nun das hier.
Ein Polizeiwagen blockierte die Straße. Er streckte seinen Kopf aus dem Fenster.

"Officer, was ist hier los, ich muss weiter. Dauert es noch lange?"

Ein schlaksiger Kerl in der Uniform eines Streifenpolizisten kam auf ihn zu und lehnte sich mit einem Arm auf das Dach des Autos und mit einer Hand auf den Rand der Autotür.

"Keine Sorge, Agent Barrett. Es ist bald vorbei."

Es sollte einige Sekunden dauern bevor er begriff das der Polizist ihn beim Namen genannt hatte, zu spät bemerkte er auch das kleine Gerät in der Handfläche des Mannes, einen Goa´uld Handphaser, die bevorzugte Waffe bei Einsätzen von Zatarcs.
Doch Agent Barrett kam nicht mehr dazu seinen Irrtum zu bereuen.
Ein kleiner roter Laserstrahl löste sich aus der Handwaffe und tötete ihn auf der Stelle.

Der angebliche Polizist zog eine Zat unter seiner Jacke hervor und schoss dreimal auf die Leiche. Innerhalb weniger Sekunden verschwanden die Überreste des NID-Agenten spurlos.
Der Attentäter ging zu dem Streifenwagen zurück und zog sich die Uniform aus.
Darunter trug er einen schwarzen Anzug, der dem von Barrett zum Verwechseln ähnlich sah.

Der hätte sich mal ne neue Garderobe anschaffen sollen, dachte sich der Killer, während er ein weiteres kleines Gerät aus seiner Tasche holte.
Es sah aus wie ein Amulett, mit einem blauen Kristall in der Mitte.
Er heftete es sich unter sein Hemd an die Brust und verwandelte sich von einem Moment auf den nächsten in Agent Barrett.

Mit der Zat schoss er wieder dreimal auf den Streifenwagen, schließlich mussten alle Beweise vernichtet werden.
Dann stieg er in Barretts Wagen und fuhr weiter zur CTU.

CTU, Leichenhalle, 04.08

Cam sah in das erstarrte Gesicht des Jaffas vor sich. Er trug das Zeichen Ba´als auf seiner Stirn. Gab dieser kleine Bastard denn nie Ruhe?
Er ging in Gedanken nochmal die Beweisliste durch, der Gegenstände die sichergestellt worden waren.
Am meisten Kopfzerbrechen bereiteten ihm die zwei Kilo Plutonium.
Was hatten die damit vor?
Der zweite Punkt war das Verhalten des CTU-Agents.

"Mit dem werden wir noch Probleme kriegen.", murmelte er vor sich hin.

"Haben sie was gesagt, Sir?", das war der Arzt, der die Leichen untersucht hatte.

"Nein. Ich hab nur laut gedacht."

"Ok. Hier sind die Untersuchungsberichte und alle Proben die wir den Leichen entnommen haben.", der Mann überreichte ihm eine kleine Box mit allerlei Gegenständen.

Wahllos griff sich Mitchell eine der Akten und blätterte sie durch. Bei einem der Röntgenbilder wurde er stutzig und zog es heraus um es sich genauer anzusehen.
Er ging damit zu dem Lichtpanel und schaltete es ein.
Die Aufnahme zeigte einen kleinen, undefinierbaren Gegenstand im Brustkorb des Jaffa.

"Das ist unmöglich.", platzte es aus dem Colonel heraus. Zu dem Arzt gewand sagte,
"Öffnen sie den Brustkorb dieses Mannes."

"Aber Sir...."

"SOFORT!!!"

Der Doktor griff zu dem Skalpell und widmete sich der Leiche, an der Cam gerade gestanden hatte. Innerhalb weniger Augenblicke hatte er den Brustkorb geöffnet.
"Was zum... ? Auf der Aufnahme wirkte es doch viel größer."

Mitchell war herangetreten und schaltete sofort.

"Evakuieren sie das Gebäude!"
Total verdutzt und nicht wissend was los war stand der Mediziner dar.
"Bewegen sie sich. Los Mann!"

Sekunden später ertönte eine schrille Sirene durch das Gebäude.
"Sofortige Evakuierung!!! Dies ist keine Übung!!!", dröhnte es aus den Lautsprechern.

Überrascht, verwirrt und doch geordnet verließen die Agenten das Gebäude.
Der einzige Mann der sich gegen den Strom bewegte war niemand anderes als Jack Bauer.
Inder Menge traf er auf Chloe.
"Was ist hier los?"
"Keine Ahnung, Jack. Das Signal kam aus der Leichenhalle."

Ohne ein weiteres Wort lief Bauer in die angegebene Richtung.

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CTU, Leichenhalle, 04.13

Der SG1 Leader stand vor der Leiche und überlegte ob er die Naquadahbombe entschärfen konnte. er fragte sich immer noch wie das möglich war, laut den Untersuchungsberichten dürfte so etwas nicht geschehen.
Ob es daran lag, das dieser Jaffa zu denjenigen gehörte die Treptonin einnahmen und keinen Symbionten mehr benötigte?
Diese Frage würde man später klären müssen.
Er hörte wie die Tür aufgestoßen wurde und drehte sich herum.

"Was wollen sie hier?"

Bauer zog seine 9mm und richtete sie auf den Colonel.
"Ich will wissen, was das hier soll. Warum haben sie die Evakuierung ausgelöst?"

"Wow... " Mitchell trat einige Schritte zurück, bis er an die Kante des Tisches stieß. "Ich habe ihnen vorhin schon gesagt, das es besser ist, wenn sie es nicht wissen."
Er hörte wie es hinter ihm leise zu summen anfing.
"Glauben sie mir, wir sollten jetzt von hier verschwinden und zwar gleich."

Jack überlegte kurz und steckte seine Waffe ein.
Gemeinsam rannten sie in Richtung Ausgang. Gerade noch rechtzeitig um der Explosion zu entkommen. Die Druckwelle schleuderte sie mehrere Meter weit auf den Parkplatz hinaus.

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CTU, 04.15

Seine Knochen schmerzten. Es fühlte sich an, als ob jeder einzelne gebrochen wäre. Langsam aber sich kam Jack Bauer wieder auf die Beine und drehte sich zu dem brennenden Gebäude herum, das früher einmal die CTU Los Angeles gewesen war.

"Jack! Jack!"
Chloe kam weinend auf ihn zugerannt. Sie lehnte ihren Kopf an seine Brust.

"Ganz ruhig. Es wird alles wieder gut."

"Nichts wird wieder gut, Jack. Morris und Bill haben es nicht mehr geschafft. Sie sind tot."

Bauers Miene versteinerte.
Er ließ Chloe loß und ging zu dem noch halb auf dem Boden liegenden Colonel zu.

Mit voller Wucht trat er ihm in die Rippen.
Schmerzerfüllt sackte Mitchell wieder auf den Boden zurück.
Jack trat noch dreimal voll in die Magengegend des Mannes bis er sich neben ihm kniete und seinen Kopf anhob.

Blut lief aus den Mundwinkeln des Airforce Offiziers.
"Sie werden mir jetzt sagen was hier los ist." Mit der anderen Hand zog er seine Waffe und richtete sie auf die Schläfe von Cameron Mitchell. "Oder ich werde sie hier auf der Stelle erschießen."

Los Angeles, CTU-Parkplatz, 04.18

Er sah die Wut und den Hass in den Augen des Mannes, der ihn mit der Waffe bedrohte und die Entschlossenheit abzudrücken, sollte er nicht die Wahrheit erfahren.
Mitchell mobilisierte seine letzten Kräfte griff das Handgelenk des Agents und hebelte ihn über seinen Körper weg, so das Bauer mit dem Rücken auf dem Boden lag.
Sofort setzte sich Cameron auf den Bauch des Mannes und hielt ihm die eigene 9mm genau zwischen die Augen.

"Sie hören mir jetzt zu. Meine Name ist Cameron Mitchell, ich bin Colonel und Leiter eines Spezialteams der Regierung. Das dies hier passiert ist konnte ich nicht ahnen. Ich bin mindestens ebenso überrascht wie sie. Ich verspreche ihnen das ich alles in meiner Macht stehende tun werde um den Verantwortlichen zu finden und zu bestrafen. Nur über die Umstände die dazu geführt haben kann und werde ich ihnen nichts sagen. Akzeptieren sie das und ich kann weiter meine Arbeit machen."

Ein Mann in schwarzem Anzug trat zu den beiden.
"Colonel Mitchell, ist alles in Ordnung?", mit besorgtem Blick musterte er das Blut auf dem Hemd des Militärs und die Waffe die auf den Mann am Boden gerichtet war.

Cam riskierte einen kleinen Seitenblick.
"Alles ok, Agent Barrett. Nur ein kleines Missverständnis."

Dann stand er auf und gab Bauer die Waffe zurück.
"Es ist doch alles in Ordnung oder?"

Jack nahm die Waffe an sich, stand auf und steckte sie in sein Holster.
"Es ist noch lange nicht alles in Ordnung. Wir werden uns wiedersehen, das ist ein Versprechen."

Der Colonel wandte sich mit einem Kopfschütteln ab und ging zusammen mit Agent Barrett zu einigen wartenden Autos.
"Was war da los?", fragte der NID.

"Nur eine kleine Auseinandersetzung nichts weiter. Wo haben sie solange gesteckt?"

"Ich wurde aufgehalten. Wichtige Anrufe. Sie haben den Gefangenen?"

"Ja, er ist in dem Wagen dort. Wollen sie fahren oder soll ich?"

Barrett musterte ihn von oben bis unten.
"In Anbetracht ihres Zustands ist es besser, wenn ich fahre."
Dann nahm er Cam die Schlüssel aus der Hand und stieg ins Auto.
Kurz nachdem auch der Colonel eingestiegen war, fuhren sie los, beobachtet von den Augen Jack Bauers.

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04.23

Jack prägte sich den Wagen genau ein und in welche Richtung er fuhr. Chloe kam an seine Seite.

"Jack, du bist verwundet."
Erst jetzt bemerkte er die kleine Platzwunde an seiner Stirn.

"Das muss warten. Ich brauche deinen Wagen."

"Aber... ", den Rest sparte sie sich und gab ihm ohne weiteres Wort ihre Wagenschlüssel.

Mit einem kurzen Danke nahm er sie an und rannte so schnell er konnte zu ihrem Dodge Neon. Er hechtete hinters Steuer, startete den Wagen und fuhr so schnell los, das die Reifen Spuren auf dem Asphalt hinterließen.

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Washington D.C., 04.25 (Westküstenzeit)

Das Telefon klingelte. Er hatte diesen Anruf schon erwartet. Er klappte das Handy auf und meldete sich mit einem knappen Ja.

"Die Transaktionen sind, bis auf Los Angeles, glatt gegangen. Ein Ersatzplan ist bereits in Kraft getreten um den Verlust auszugleichen."

"Klorel?"

"Das Problem wird in Kürze behoben sein und er wird nicht die Möglichkeit haben uns zu verraten."

"Sehr gut, Ba´al. Lassen sie die Aktion weiter laufen wie geplant."

"Verstanden. Ich melde mich, wenn es was neues gibt."

Damit war der Anruf erledigt und er klappte das Handy wieder zu. Auf seinem Gesicht trat ein Ausdruck stiller Zufriedenheit und das Glühen seiner Augen erhellte das Dunkel dieses Büros.

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Los Angeles, 04.27

Michell warf einen Blick in den Rückspiegel und entdeckte in einiger Entfernung einen Wagen.
"Wir werden verfolgt. Das muss dieser Bauer sein."

"Bauer? Jack Bauer?"

"Ja. Sie kennen ihn?", er drehte sich zu Barrett und starrte auf den kleinen Handphaser den der NID auf ihn richtete.

"Nicht direkt. Aber ihn werde ich als nächstes töten."

Mit jahrelang antrainierten Reflexen schlug er die Hand zur Seite, so das der erste Schuss durch das Dach des Wagens fuhr.
Mit der rechten fingerte er nachdem Türgriff und öffnete die Tür.
Der Wagen fuhr mit ziemlichen Tempo, aber die Chance den Sturz zu überleben, schätzte er höher ein als sich mit diesem Killer anzulegen, also ließ er sich aus dem Wagen fallen und rollte sich ab.

Blitzschnell richtete sich Mitchell wieder auf. Er wich zwei weiteren Schüssen aus und ging hinter einem Wagen in Deckung. Bevor er jedoch zur Ruhe kam, wurde ihm bewusst das dieses Auto einen Benzintank hatte und hechtete noch rechtzeitig hinter einen Baum bevor der dritte Schuss in den Wagen fuhr und ihn zur Explosion brachte.
Quietschende Reifen ließen den Schluss zu, dass der Wagen des Killers nun Vollgas gab und sich entfernte.
Cameron riskierte einen Blick und sah nur noch die Rücklichter.

Mitchell lief auf die Straße und zog sein Handy, doch bevor er irgendwo anrufen konnte hielt ein Dodge Neon hinter ihm und Bauer sprang aus der Fahrertür.

Der Colonel bedeutete dem Agenten wieder einzusteigen.
"Los fahren sie!"
Beide Türen knallten zu und Bauer trat aufs Gas.
Ohne den SG1-Leader anzusehen, sagte er,
"Ihnen ist klar das wir den Wagen verloren haben und die Chancen ihn ohne die CTU wiederzufinden sehr gering sind."

Mitchell griff wieder zu seinem Telefon und drückte eine Kurzwahltaste.
"Das lassen sie meine Sorge sein.", zum Telefon gewandt sagte er, "Hier ist Sierra Golf 1, geben sie mir General Landry, sofort. Wir haben ein Problem."

Los Angeles, 04.30

Ein kurzes Tuten ertönte, dann hörte er die vertraute Stimme.

"Landry."

"Sir, Agent Barrett hat uns verraten. Er hat versucht mich zu töten und ist mit dem Gefangenen geflohen. Nebenbei bemerkt ist das CTU-Gebäude durch eine Bombe zerstört worden, die einer der Toten im Brustkorb hatte. Wir müssen das Auto wiederfinden und brauchen die Hilfe unseres Spezialsatelliten 304. Barrett hatte einen Zatarc Handphaser. Die Sensoren sollen nach Spuren des Spezialmetalls suchen."

Landry stand aufrecht in seinem Büro.
"Was reden sie da für einen Schwachsinn, Mitchell. Sie sollten nur einen Goa´uld abholen, nicht mehr, nicht weniger."

"Sir, ich kann leider nicht offen reden, da ich in Begleitung eines Agents der CTU bin."

"Gut, ich werde alles sofort veranlassen.", dann legte der General auf und ging hinunter in die Kommandozentrale.

Was für ein beschissener Tag, dachte Cameron, dabei wollte ich heute nur relaxen.
"Wer ist Agent Barrett? Was ist ein 304 Satellit und was ist ein Zatarc Phaser? Ich komm mir vor wie in einem schlechten Science Fiction Film, oder wie jemand in dieser beschissenen Serie Wormhole Extreme."
Bei der Erwähnung der Serie musste Cam lächeln. Den Rest der Fragen von Bauer ließ er unkommentiert.
Sie folgten mit dem Wagen der ungefähren Richtung des Killers.

04.32

Das Klingeln seines Handys riss ihn aus seinen Gedanken.

"Mitchell.", meldete er sich.

"Der Wagen ist eine Meile von ihnen entfernt. Fahren sie die nächste Straße links und dann nur gerade aus. Das Fahrzeug ist stehengeblieben."

"Danke, Sir." Mitchell legte wieder auf und zeigte Jack Bauer die Richtung in die er fahren sollte.

"Woher wissen sie, das dass die richtige Richtung ist?"

"Vertrauen sie mir."

"Das ist für gewöhnlich mein größter Fehler." Bauer bog links die nächste Straße ein.

04.39

Klorel lag auf dem Boden. Seine Augen glühten schwach, als er dem Killer ins Gesicht sah.
"Ich habe ihnen nichts gesagt. Ich habe Ba´al nicht verraten."
Der Mann, der immer noch aussah wie Agent Barrett, zog sich ein Handgerät über und richtete es auf den Goa´uld.
"Du hast meinen Gott und deinen Gebieter enttäuscht. Du kennst die Strafe dafür."

Mit diesen Worten aktivierte sich das Gerät und der Energiestrahl bahnte sich seinen Weg ins Gehirn Klorels.
Die Qualen dauerten nur Sekunden bis der Körper erschlaffte und die Augen ein letztes Mal aufglühten.
Anschließend richtete der Killer den Handphaser auf das Auto und ließ es explodieren. Die Zat hatte sich in dem anderen Wagen befunden, mit dem er zur CTU gefahren war.

"Lassen sie die Waffe fallen!", diese Satz hörte er zweimal gleichzeitig hinter sich. "Hände oben lassen und die Handinnenflächen nach außen drehen. LOS!"
Er tat was man ihm befohlen hatte und drehte sich langsam zu den beiden Männer um.
"Ihr habt keine Ahnung mit wem ihr euch anlegt."

Cameron trat einen Schritt näher.
"Wollen wir wetten? Ich hab de ne hübsche kleine Verhörzelle im Cheyenne Mountain frei. Auf die Knie!"
In der nächsten Sekunde verschwand der Killer in einem weißen Glühen.
"FUCK! NEIN!"

Jack Bauer starrte einen Moment fassungslos auf die Stelle, wo sich der Killer vor seinen eigenen Augen in Luft aufgelöst hatte.
Mitchell griff zu seinem Handy und schien diesen Landry zu informieren.
Nachdem der Colonel aufgelegt hatte kam er auf ihn zu.

Der CTU-Agent überwand seine Überraschung und schlug dem anderen Mann direkt ins Gesicht. Mitchell kippte hinten weg, doch er fiel nicht hin. Er spürte die feste Hand Bauers an seiner Kehle und wie dieser ihm den Kopf auf die Motorhaube des Wagens schlug. Zum zweiten Mal innerhalb einer halben Stunde sah er in die Mündung der 9mm von Jack Bauer.
Bauer presste sein Gesicht mit solcher Wucht gegen die Haube das sich das Blech eindrückte.

"Sie sagen sie mir jetzt endlich was hier gespielt wird oder ich vergesse mich. Zwei meiner Freunde sind heute gestorben und ich will wissen warum!!! REDEN SIE!!!"
Jacks Wutausbruch wurde vom Klingeln seines Handys unterbrochen.

"Bauer."

"Jack, hier ist Wayne Palmer."

"Mr. Präsident, was wird hier gespielt! Die CTU ist zerstört, Bill Buchannon und Morris O´Brien sind tot."

"Ist Colonel Mitchell bei ihnen?"

"Ja."

"Geben sie ihn mir."

Jack ließ den Colonel los und reichte ihm sein Handy.
"Für sie."

"Mitchell."
"Colonel, hier ist Präsident Wayne Palmer."
"Sir, ich..."
"Colonel, ich erteile ihnen hiermit die Genehmigung und den ausdrücklichen Befehl CTU-Agent Jack Bauer in die Geheimnisse des Stargatekommandos einzuweihen. Haben sie mich verstanden?"
"Ja, Sir."
"Viel Glück." Damit legte der Präsident auf.

Cameron warf Jack das Handy zu. Er fühlte wie sich Blut in seinem Mund staute und spie aus. Mit dem Ärmel wischte er sich die Mundwinkel sauber und sah dann Bauer direkt ins Gesicht.

"Sie haben ihren Willen.", er erzählte ihm alles. Von den Anfängen des Stargatekommandos und fasste die wichtigste Ereignisse zusammen, er erwähnte auch den Trust und das dieser von einem ehemaligen Systemlord geleitet wurde.
Er redete bis die Polizei erschien und die beiden zu einem Krankenwagen brachte.

Massachusetts, 04.58 (Westküstenzeit)

Zwei Männer saßen in dem dunklen Ford Escort, der auf einem Parkplatz des MIT stand. Ein kleines Summen störte die Ruhe und der Blonde der beiden klappte sein Handy auf.

"Haben sie alles vorbereitet?", tönte es aus dem kleinen Lautsprecher-

"Ja, mein Gebieter."

"Gut. Starten sie die Aktion und melden sie sich, wenn sie es durchgeführt haben."

Ohne ein weiteres Wort klappte er das Handy wieder zu und zog vom Rücksitz des Wagens einen Koffer nach vorne.
Er öffnete die Verschlüsse und hob den Deckel an.

Im Inneren befand sich ein länglicher Zylinder, der mit einer trüben Flüssigkeit gefüllt war. In dieser Brühe schwamm ein ausgewachsener Goa´uld.
Mit einem kurzen Nicken in Richtung seines Partners schloss er den Koffer und beide Männer stiegen aus dem Wagen.
"Wir sind alle Menschen dieses Planeten, egal, welche Religion, Hautfarbe und Herkunft wir aufweisen!"
Perry Rhodan, Neo Band 2

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